Praktikumsbericht SCHULZ&SCHULZ

Wir trinken mit Johannes (auf den im Verlauf des Interviews des öfteren mit Hannes verwiesen wird) einen Kaffee… Sein Praktikum bei Schulz und Schulz in Leipzig liegt jetzt ein halbes Jahr zurück. Dort hat er sechs Monate mitgearbeitet und sowohl den Büroalltag, als auch die Stadt kennengelernt. Jetzt sitzt er an seiner Bachelorarbeit, die in vier Wochen abgegeben wird.

hannes

Hey Hannes!

Hey!

Im 5. Semester hast du über Erasmus in Mailand studiert. Unmittelbar danach begann das Praktikum. War das nicht super stressig?

Ich fand es eigentlich nicht stressig. Man war sowieso aus Hannover ausgezogen und musste sich somit nur einmal um Untermiete und Weiteres kümmern. Da ich für das Praktikum bereits vor meinem Auslandssemester eine Zusage bekommen hatte, war der Wechsel eher entspannt. Natürlich muss man bereit sein ein Semester länger zu studieren – in sechs Semestern schafft man es nicht mehr.

Wie kamst du zu Schulz und Schulz?

Auf das Büro aufmerksam geworden bin ich durch meinen Besuch in Leipzig. Ich wollte gerne in ein größeres Büro und auch in eine andere Stadt. Ich habe mich bei meiner Suche aber nicht speziell auf ein Architekturbüro eingefahren. Von Schulz und Schulz kam schnell eine Antwort und Leipzig hat mich sehr gelockt.

Erzähl mal ein bisschen vom Büroalltag

An die ganz normale Arbeitswoche hat man sich schnell gewöhnt. Im Sommer hat man zum Glück auch nach Feierabend noch einige Möglichkeiten. Da ist es schön, wenn man im Büro Freunde findet mit denen man gerne auf ein Bier in den Park oder auf die „Karli“ gehen kann! Ansonsten ist der Büroalltag unterschiedlich. An manchen Tagen, wenn z.B. Abgaben anstehen sitzt man im Team sehr konzentriert am Rechner, wenn einen dann aber zum Ende der Woche nur noch wenige Stunden vorm PC vom Wochenende trennen, ist die Stimmung sehr locker. Generell war das ganze Team super motiviert und hat sich gerne die Zeit genommen, einem etwas genauer zu erklären, sich mit einem hinzusetzen und das letzte Detail durchzusprechen, oder über die Entscheidung, welche Farbe die Zaunanlage nun bekommen soll intensiv zu debattieren. Das macht richtig Spaß und kann auch sehr lustig sein. Mit dem Team ein gutes Verhältnis zu haben ist das Wichtigste, würde ich sagen.

Mittags haben wir alle immer um halb 1 zusammen Mittagspause gemacht. Das ist eine super Sache! So lernt man schnell alle Mitarbeiter kennen. Es waren auch immer noch weitere Praktikanten im Büro, mit denen ich viel unternommen habe. Da sie auch aus anderen Städten gekommen waren, konnten wir zusammen die Stadt kennenlernen. Da die Praktika meist für einen gleichen Zeitraum laufen, wird man richtig eng miteinander.

Was war so die merkwürdigste Aufgabe, die du erledigt hast?

Merkwürdig aber ziemlich cool: Ich musste mal den fehlgeleiteten Koffer des Chefs am Flughafen in Berlin abholen. Ich habe ein Büroauto und eine Vollmacht bekommen und bin los.

Als Praktikant muss man auch mal bei Abgaben von anderen Teams beim Schneiden und Falten mithelfen, das gehört aber auch dazu. Generell habe ich mich zum Schluss als vollwertiger Mitarbeiter aufgenommen gefühlt, was man auch an den einem zugetrauten Aufgaben merkt. Das ist schön und gibt einem das Gefühl, vom Büro vollstes Vertrauen und Respekt zu bekommen.

Alles entscheidene Frage: Leipzig oder Hannover?

Zum Studieren?

Zum Sein.

Leipzig!

Leipzig?! Hannes, warum?

Leipzig ist schon klasse. Ich war ja auch im Sommer da. Die Südvorstadt, Plagwitz und der Leipziger Osten sind Stadtteile, die in ihrer Entwicklung auf sehr unterschiedlichem Niveau sind. Die Mieten sind unglaublich günstig, mein WG Zimmer im Osten hat 180€ warm gekostet, dadurch ist Leipzig auch sehr beliebt bei allen Kreativen. Es gibt viele alte Fabrikgebäude, die durch neue Konzepte wiederbelebt werden, da die Stadt ohnehin das Geld für Modernisierung und Instandhaltung nicht hätte, profitieren beide Seiten. Durch diese fast einmalige Situation der günstigen Mieten und des noch reichlich verfügbaren Potentials verändert sich die Stadt sehr schnell und ich habe nach einem halben Jahr noch genauso viel Spaß gehabt herumzufahren, man findet immer wieder Neues. Das macht die Stadt zu etwas ganz Besonderem.

So ganz generell: was hast du in den 6 Monaten für dich mitgenommen?

Im Büro am meisten mitgenommen? Teamwork. Alles anzusprechen und offen mit allem umzugehen. Das wurde mir durch mein Team und meine Kollegen vorgemacht. Vor nichts brauchte ich Angst zu haben, jeder macht am Anfang Fehler. 

Für wen würdest du das Praktikum weiterempfehlen?

Wenn man in eine fremde Stadt geht und niemanden kennt ist ein größeres Büro schon super, um Leute kennenzulernen. Ich kann mir auch vorstellen, dass man in einem kleineren Büro in noch mehr Bereiche Einblick bekommt. Das Projekt, bei dem ich mitgearbeitet habe braucht sehr viel Vorplanungen und Genehmigungen, dadurch ist ein Team auch lange damit beschäftigt. Das Projekt kennt man dadurch aber umso besser. Vielleicht ist es in einem kleinen Büro leichter, alles einmal auszuprobieren und in jeder Leistungsphase zu arbeiten. Beides hat seine Vor- und Nachteile.

Jetzt sitzt du gerade an deiner Bachelorthesis in Gebäudelehre. Was steht danach an?

Die Zeit in Leipzig war sehr schön, ich mache noch einmal ein Praktikum. Ich kann es nur weiterempfehlen!

Lieben Dank Hannes, dass du dir trotz Bachelorstress die Zeit hierfür genommen hast!

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